Begriffe vorab
- Projekt: ein Arbeitsbereich, der Gespräche, Dokumente und Anweisungen zu einem Vorhaben bündelt.
- Projektwissen: Dokumente, die dem Modell in jedem Gespräch des Projekts als Hintergrund zur Verfügung stehen.
- Artefakt: ein eigenständiges Ergebnis neben dem Chatverlauf, etwa ein Dokument, eine Webseite oder ein Diagramm.
Projekte
In der Chat-Oberfläche lassen sich Unterhaltungen in Projekten bündeln. Dort können Wissensdokumente und projektspezifische Anweisungen hinterlegt werden, sodass Claude bei jeder Unterhaltung im Projekt denselben Hintergrund hat.
Dateien hochladen
PDFs, Textdokumente, Tabellen und Bilder können in den Chat gegeben werden. Claude liest sie im Rahmen des Kontextfensters aus und kann sie zusammenfassen, vergleichen oder auswerten.
Artefakte
Artefakte sind eigenständige Ergebnisse neben dem Chat, zum Beispiel ein Dokument, eine Webseite oder eine kleine Anwendung. Sie lassen sich iterativ weiterentwickeln.
Praxistipps
- Ein Projekt pro Themenbereich anlegen.
- Stilvorgaben und Glossare als Projektwissen hinterlegen.
- Keine vertraulichen Dokumente hochladen, ohne die Datenschutzregeln der eigenen Organisation zu kennen.
Wann sich ein Projekt lohnt
Ein Projekt ist sinnvoll, wenn dieselben Hintergrundinformationen immer wieder gebraucht werden: Stilrichtlinien einer Redaktion, eine Produktbeschreibung, ein Glossar oder die Regeln eines Kundenvorhabens. Statt diese jedes Mal neu einzufügen, hinterlegt man sie einmal als Projektwissen und formuliert projektweite Anweisungen, etwa Tonfall und Sprache.
Grenzen beachten
Projektwissen belegt Platz im Kontextfenster. Sehr umfangreiche oder unsortierte Sammlungen verbessern die Antworten nicht zwangsläufig; eine kleine, gut gepflegte Auswahl wirkt oft besser. Veraltete Dokumente sollten ersetzt werden, sonst arbeitet das Modell mit überholten Angaben.
Artefakte sinnvoll nutzen
Artefakte eignen sich für Ergebnisse, die man weiterbearbeiten will: einen Berichtsentwurf, ein kleines Werkzeug, eine Gliederung. Man verfeinert sie im Dialog („Abschnitt 2 kürzer“, „Tabelle ergänzen“), ohne dass das Ergebnis im Chat untergeht. Wichtig ist, bei jeder Änderung das Ergebnis zu prüfen, denn Überarbeitungen können unbeabsichtigt andere Teile verändern.
Datenschutz im Blick behalten
Was in ein Projekt hochgeladen wird, verlässt den eigenen Rechner. Vor dem Hochladen klären, ob die Datei vertraulich oder personenbezogen ist und ob die Regeln der eigenen Organisation die Nutzung erlauben.
Zum Selbermachen: ein erstes Projekt anlegen
- Wähle ein wiederkehrendes Vorhaben, etwa monatliche Berichte.
- Lege ein Projekt an und hinterlege zwei bis drei Dokumente: Stilvorgaben, ein gelungenes Beispiel, ein Glossar.
- Formuliere eine projektweite Anweisung zu Sprache und Tonfall.
- Stelle dieselbe Aufgabe mit und ohne Projektwissen und vergleiche die Ergebnisse.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Eine Kommunikationsabteilung legt ein Projekt „Pressemitteilungen“ an. Sie hinterlegt Stilrichtlinien, zwei Beispielmitteilungen und eine Liste verbotener Formulierungen. Jede neue Mitteilung entsteht im selben Projekt, sodass Tonfall und Format einheitlich bleiben, ohne dass jedes Mal alles neu erklärt werden muss.
Prüfstatus: Belegt (Stand 1. Oktober 2026): Jahreszahlen, Zahlen, Namen und Quellenangaben dieser Lektion, soweit die Quellenliste sie nennt, wurden gegen Primärquellen geprüft. Nicht einzeln belegt: erklärende Darstellung nach Lehrbuchstand und Quellen, die in der Liste als „allgemeine Referenz“ markiert sind. Dass es Projekte und Artefakte gibt, ist bestätigt; Einzelheiten der Bedienung sind nicht einzeln belegt und können sich ändern.
Quellen
- Anthropic – Claude-Hilfeseiten zu Projects und Artifacts (support.anthropic.com, claude.ai) (allgemeine Referenz, nicht Zeile für Zeile geprüft)