Grundbegriffe: Was ist WordPress?

LektionWordPress: Grundlagenca. 3 Min. Lesezeit

Begriffe vorab

  • Website: eine Sammlung von Seiten, die über eine Adresse im Internet erreichbar sind.
  • CMS (Content-Management-System): Software, mit der sich Inhalte ohne Programmierung anlegen und verwalten lassen.
  • WordPress: ein quelloffenes CMS, das 2003 von Matt Mullenweg und Mike Little als Weiterentwicklung der Blogsoftware b2/cafelog veröffentlicht wurde.
  • Beitrag und Seite: Beiträge sind zeitlich geordnete Inhalte (z. B. Blogartikel), Seiten sind eigenständige Inhalte (z. B. „Kontakt“).

Was WordPress ausmacht

WordPress trennt Inhalt, Darstellung und Funktion: Inhalte liegen in einer Datenbank, das Theme bestimmt, wie sie aussehen, und Plugins ergänzen Funktionen wie Kontaktformulare oder Suchmaschinenoptimierung. Dadurch lassen sich Aussehen und Funktionen unabhängig voneinander ändern.

Die wichtigsten Begriffe im Überblick

  • Theme: legt Layout, Farben und Schrift fest.
  • Plugin: Erweiterung, die Funktionen hinzufügt.
  • Block: Baustein des Editors, etwa Absatz, Bild oder Tabelle.
  • Hook: Stelle im Programmablauf, an der eigener Code eingehängt werden kann.
  • Benutzerrolle: legt fest, was ein Konto darf (z. B. Administrator, Redakteur, Autor).
  • Permalink: die dauerhafte Adresse eines Inhalts.

Verbreitung und Einordnung

WordPress ist das am weitesten verbreitete CMS: Nach den Erhebungen von W3Techs laufen etwa 40 bis 43 Prozent aller Websites mit WordPress (Stand 2026; der Wert schwankt leicht). Das bedeutet viele Erweiterungen und Hilfe, aber auch, dass die Software ein häufiges Angriffsziel ist; Updates und Sicherheitsregeln sind deshalb wichtig.

Ein Beispiel vom Anlegen bis zum Anzeigen

  1. Eine Redakteurin legt im Editor einen Beitrag mit Überschrift, Text und Bild an.
  2. WordPress speichert ihn in der Datenbank.
  3. Ein Besucher ruft die Adresse auf.
  4. WordPress lädt den Beitrag und wählt ein Template des Themes.
  5. Das Theme formatiert den Inhalt, und die Seite erscheint im Browser.

Faustregel für den Einstieg: Inhalte gehören in Beiträge und Seiten, Aussehen ins Theme, Funktionen in Plugins. Wer diese Trennung beachtet, kann später jedes Teil austauschen, ohne alles neu zu bauen.

Zum Selbermachen

  1. Installiere WordPress lokal oder in einer Testumgebung.
  2. Lege eine Seite und einen Beitrag an und sieh dir den Unterschied in der Anzeige an.
  3. Wechsle das Theme und beobachte, was gleich bleibt und was sich ändert.

Wer mit WordPress arbeitet

Typische Rollen sind Redakteurinnen, die Inhalte pflegen, Gestalter, die das Theme anpassen, und Entwicklerinnen, die Plugins und Themes programmieren. Jede Rolle braucht nur die Rechte, die sie tatsächlich benötigt – ein Grundsatz, der sich in den Benutzerrollen von WordPress widerspiegelt und später in der Sicherheitslektion wieder auftaucht.

Wie es in diesem Lernpaket weitergeht

Die nächsten Lektionen erklären die Architektur, das Hook-System, klassische und Block Themes, Plugins, das Datenmodell, Sicherheit, Blöcke und REST API sowie Übersetzung, Performance und Debugging. Jede beginnt mit den nötigen Begriffen.

Prüfstatus: Belegt (Stand 1. Oktober 2026): Jahreszahlen, Zahlen, Namen und Quellenangaben dieser Lektion, soweit die Quellenliste sie nennt, wurden gegen Primärquellen geprüft. Nicht einzeln belegt: erklärende Darstellung nach Lehrbuchstand und Quellen, die in der Liste als „allgemeine Referenz“ markiert sind. Codebeispiele sind nur auf Syntax geprüft, nicht in WordPress ausgeführt.

Quellen

  • WordPress.org – „About WordPress“ und „History“ (wordpress.org/about) (allgemeine Referenz, nicht Zeile für Zeile geprüft)
  • W3Techs – „Usage statistics of content management systems“ (Marktanteile, laufend aktualisiert) (allgemeine Referenz, nicht Zeile für Zeile geprüft)
  • WordPress Developer Resources – „Glossary“ (developer.wordpress.org) (allgemeine Referenz, nicht Zeile für Zeile geprüft)

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